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Pressestimmen:

"WOCHENBLATT" vom 4. Dezember 2008

 

"HEIMATBRIEF" vom 10. Mai 2007

Von unfehlbaren Päpsten, bayrischen

Kampfhunden und treffsicheren Kaisern


Ob fächelnder Modezar, kickender Kaiser oder weit spuckender Literaturpapst - rund 60 der oberen Zehntausend aus Show- und Politikbusiness hat der Speyerer Kabarettist Gerald Kollek stimmlich drauf. Bei seinem Gastspiel im Hördter Pfarrzentrum, zu dem die Kulturgemeinde eingeladen hatte, ließ er sie nacheinander "auflaufen". In der Fernseh-Satire "Tele-Kollek" erzählte der Stimmenimitator urkomische Episoden aus der Anstalt der Glückseligen, als welche sich die öffentlich-rechtlichen Sender im Laufe seiner "Live-Sendung" entpuppten. Vor der Mattscheibe verfolgten rund 60 Zuschauer die Darbietung. Zum irren Vergnügen wurde die Kuppel-Show "Herzblatt", in der sich die "Perle aus der Uckermark" Angela Merkel zwischen CDU-Ronald Pofalla, Jürgen Rüttgers und dem "ausgemergelten bayrischen Kampfhund" und "Kanzlerkandidaten auf Lebenszeit" Edmund Stoiber entscheiden muss. Nicht genug, dass Kollek mit dem unvergessenen Rudi Carrell in eine seiner Glanzrollen schlüpfte, er setzte noch einen drauf, als er die keineswegs zahnlose "Mutter der Nation" Inge Meysel die Kandidaten-Antworten mit zitternder Stimme und nuschelndem Unterton zusammenfassen ließ. Um mit Carrells Worten zu sagen: "Dolle Show, dolle Gandidaten, dolles Publikum". "Kaiserstuhl" (Franz Beckenbauer) gegen "Lehrstuhl" (Joschka Fischer) ließ Kollek bei "Dingsda" gegeneinander antreten und interpretierte das legendär-oberlächliche "Karamell-Pudding"-Interview zwischen der "großen Dame der Talkshows" Alfred Biolek und dem "Mensch gewordenen Spendenloch der CDU" Helmut Kohl aus dem September 1996. Mit dem päpstlichen "Wort zum Sonntag" oder der erwachsenengerechten "Sendung mit der Maus" lieferte Kollek weitere Lach- und Sachgeschichten aus den Rundfunk- und Fernsehanstalten. Klingt komisch, war aber so. Der Kabarettist landete zwei Stunden lang treffsichere Pointen, präsentierte sich als intelligenter Redner, aufmerksamer Beobachter, dessen Publikum hin und wieder auch zwischen den Zeilen lesen musste. Er verkörperte die "Betroffenheitsbeauftragte des deutschen Fernsehens" Margarete Schreinemakers ("Aus ihrer Tränenflüssigkeit produzierten die Anstalten gestalten wie Maybrit Illner oder Sabine Christiansen") ebenso urkomisch wie den lispelnden Reich-Ranicki als Moderator der Sparschwein-Sendung "Was bin ich". Der soll im HR 3 einmal über Kollek gesagt haben: "Ich werde ja von Vielen nachgemacht, aber dieser Junge ist wirklich gut!". Recht hat er, der unfehlbare Literaturpapst.

 

"WOCHENBLATT" vom 12. Juli 2007

 

 

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